Autor: WERTSCANNER Redaktion

Aktualisiert: 27.03.2026

Videospiele & Konsolen

Videospiele verkaufen: So erzielst du mit Games realistisch mehr

Verschiedene Videospiele für PS5, Nintendo Switch und Xbox auf einem Tisch zum Verkauf bereit

Videospiele verkaufen lohnt sich trotz Download-Boom weiter, denn in Deutschland wurden 2023 zwar schon 60 % der PC- und Konsolenspiele digital gekauft, aber 40 % eben noch als Datenträger (game). Gerade diese physischen Spiele bleiben interessant, weil nur sie sich direkt weiterverkaufen lassen.

Entscheidend ist aber nicht nur der Titel. Plattform, Zustand, Vollständigkeit und Zielgruppe schieben den Preis oft stärker als viele erwarten. Wer seine Spiele klug sortiert und nicht alles als Sammelpaket wirft, verkauft ruhiger und meist auch erfolgreicher.

Dieser Ratgeber führt dich deshalb in der sinnvollsten Reihenfolge durch den Verkauf: erst Markt und Werttreiber verstehen, dann Spiele vorbereiten, danach den passenden Verkaufsweg wählen und erst zum Schluss den Preis festziehen.

Kurzüberblick

  • In Deutschland wurden 2023 bereits 60 % der PC- und Konsolenspiele per Download gekauft, 40 % bleiben als Datenträger verkäuflich.
  • Am meisten bringen meist vollständige, gefragte oder seltene Spiele, nicht unsortierte Mischpakete.
  • Ankaufportale sparen Zeit, der Privatverkauf lohnt sich eher für starke Einzelstücke und Sammlerware.

1. Warum lohnt sich Videospiele verkaufen trotz Download-Boom noch?

Videospiele verkaufen lohnt sich weiter, weil physische Exemplare trotz des digitalen Trends nicht verschwunden sind: 40 % der PC- und Konsolenspiele wurden 2023 in Deutschland noch auf Datenträgern gekauft (game). Für gebrauchte Spiele heißt das: Es gibt weiter einen sichtbaren Markt für Hüllen, Module und Discs.

Gleichzeitig ist der Markt selektiver geworden. Standardware verliert schneller an Zugkraft, während gefragte Reihen, Nintendo-Titel, saubere Komplettfassungen und seltene Editionen deutlich besser laufen. Genau deshalb solltest du nicht alles pauschal gleich bewerten.

  • Plattform und Nachfrage: Spiele für Nintendo Switch, PlayStation und Xbox sprechen andere Käufergruppen an als Retro-Module oder Spezialeditionen. Schon die Plattform entscheidet also über Tempo und Preisniveau.
  • Seltenheit und Zustand: Limitierte Auflagen, Importtitel und sammelwürdige Klassiker stechen aus dem Massenmarkt heraus. Fehlen Hülle oder Anleitung oder ist die Disc stark verkratzt, kippt der Eindruck aber sofort.
  • Vollständigkeit und Extras: Originalverpackung, Steelbook, Karten, Beilagen und Anleitung machen ein Angebot deutlich attraktiver, vor allem für Sammler.

Tipp: Trenne zuerst Massenware von potenziellen Einzelstücken. Das spart Zeit und schützt dich davor, gute Titel in einem zu billigen Bundle zu verstecken.

2. Welche Videospiele bringen wirklich Geld?

Nicht jedes Spiel bringt nennenswert Geld, denn der deutsche Games-Markt ist riesig: 2023 lag der Umsatz mit Games, Hardware und Online-Services bei rund 9,97 Milliarden Euro (game). In so einem großen Markt fällt Massenware schnell ab, während gesuchte Nischen deutlicher herausstechen.

Besonders stark sind meist seltene Retro-Spiele, gepflegte Nintendo-Titel, limitierte Editionen und komplette Fassungen mit Anleitung. Bei aktuellen Spielen zählt oft die Nachfrage kurz nach Release, bei älteren eher der Sammlerzustand. In vielen Fällen liegen hier die größten Preisunterschiede.

  • Gefragte Plattformen zuerst prüfen: Nintendo-Spiele, beliebte PlayStation-Reihen und Sammlerware mit kleiner Auflage ziehen meist deutlich mehr Aufmerksamkeit als austauschbare Sport- oder Massenserien.
  • Komplettheit erhöht den Reiz: Hülle, Anleitung, Inlays und Extras entscheiden oft darüber, ob dein Spiel nur gebraucht wirkt oder bereits sammelwürdig aussieht.
  • Zustand schlägt Hoffnung: Eine seltene Ausgabe mit starker Abnutzung verliert schneller an Preis, als viele denken. Sammler zahlen vor allem für saubere, nachvollziehbar erhaltene Exemplare.

Wenn du gezielt Konsolentitel sortierst, helfen dir auch unsere Ratgeber zur Nintendo Switch und zur PS5.

3. Wie bereitest du Videospiele verkaufsstark vor?

Gute Vorbereitung macht den Unterschied, weil Käufer bei gebrauchten Artikeln vor allem Vertrauen kaufen. Nintendo weist beim Übertragen von Nutzern ausdrücklich darauf hin, dass verknüpfte Accounts und Daten sauber getrennt werden müssen (Nintendo Support). Kurz gesagt: Vor dem Verkauf muss dein Bestand klar, sauber und nachvollziehbar sein.

Das gilt nicht nur für Konsolen, sondern auch für Spiele. Je besser du Zustand, Vollständigkeit und Mängel dokumentierst, desto seltener kommen Rückfragen und Nachverhandlungen. Genau das spart am Ende Zeit und schützt deinen Preis.

  • Sortiere nach Wertklassen: Lege seltene oder gefragte Spiele separat. Günstige Standardware kannst du später immer noch bündeln oder an ein Ankaufportal geben.
  • Prüfe Disc, Modul und Hülle: Fotografiere Vorderseite, Rückseite, Spine, Anleitung und sichtbare Mängel. Ehrliche Bilder wirken stärker als jede blumige Beschreibung.
  • Halte Extras zusammen: Steelbooks, Karten, Beileger und Sonderhüllen gehören immer mit in die Einordnung. Lose Extras gehen beim schnellen Sortieren leicht verloren, senken aber oft den Reiz.

Tipp: Formuliere Mängel direkt in den ersten Zeilen deiner Anzeige. Das wirkt nicht schwach, sondern professionell und filtert die falschen Käufer früh heraus.

Vergleich von Videospiel-Zuständen: Wie neu, Gut und Akzeptabel mit Preisdifferenzen

4. Wo verkaufst du Videospiele am besten?

Der beste Verkaufsweg hängt davon ab, ob du Tempo oder Erlös priorisierst. eBay berichtet im Recommerce Report 2025, dass 89 % der befragten Verbraucher gleich viel oder mehr Geld für gebrauchte Waren ausgeben wollen als im Vorjahr (eBay). Nachfrage ist also da, aber nicht jeder Kanal passt zu jedem Spiel.

Genau hier trennen sich die Wege. Standardtitel laufen bequem über Ankaufportale. Gefragte Einzelstücke, Nintendo-Titel und Sammlerware solltest du eher dort platzieren, wo Fotos, Beschreibung und Vollständigkeit sichtbar werden. Sonst verkaufst du zwar schnell, aber oft unnötig billig.

  • Ankaufportale: Gut für viele normale Spiele, wenn du Aufwand sparen willst. Du bekommst schnell Klarheit, gibst dafür aber meist Preisfreiheit ab.
  • Privatverkauf: Sinnvoll für starke Einzelstücke, Bundles mit gutem Foto-Set oder sammelwürdige Spiele. Hier kannst du Zustand und Extras besser erklären und gezielter verhandeln.
  • Retro- und Sammlerplattformen: Für seltene Titel oft die bessere Wahl, weil Käufer dort genauer hinschauen und Komplettheit stärker honorieren.
SpieltypPassender KanalWarum das passt
StandardtitelAnkaufportalschnell, aber mit wenig Preisfreiheit
Gefragte EinzelspielePrivatverkaufZustand und Fotos lassen sich besser zeigen
Retro- und SammlerwareSpezialplattform oder SammlerforumKäufer achten dort stärker auf Vollständigkeit
Bundles mit RestpostenPaketverkaufpraktisch für viele günstige Titel, aber mit geringerem Stückpreis

Wenn du neben Einzelspielen auch Hardware loswerden willst, helfen dir unsere Ratgeber zur Xbox Series X und zur PS4.

5. Wie setzt du einen realistischen Preis an?

Ein realistischer Preis beginnt nicht mit Wunschdenken, sondern mit Marktlogik: 2024 sank der Umsatz mit Spielekäufen in Deutschland laut game um 17 % auf 921 Millionen Euro (game). Käufer vergleichen also genauer, und überzogene Preise bleiben schneller liegen.

Schau deshalb nicht auf Fantasiepreise, sondern auf vergleichbare Verkäufe mit ähnlichem Zustand, Vollständigkeit und Plattform. Ein sauberer Preis verkauft oft schneller und am Ende besser als ein zu hoher Startwert mit spätem Preissturz. Klingt simpel, wirkt aber.

  • Mit Vergleichsgruppen arbeiten: Trenne Standardtitel, gefragte Einzelspiele und Sammlerware. Diese Gruppen dürfen nie denselben Preisrahmen bekommen.
  • Zustand ehrlich einpreisen: Fehlende Hülle, beschädigte Anleitung oder starke Kratzer gehören direkt in die Kalkulation. Sonst kommt die Korrektur erst in der Verhandlung.
  • Bundles vorsichtig bewerten: Ein Paket spart Aufwand, drückt aber oft den Stückpreis. Für billige Restposten passt das, für gefragte Titel meistens nicht.

Tipp: Setze erst dann einen Festpreis, wenn Fotos, Zustand und Lieferumfang wirklich stehen. Ein Preis ohne saubere Grundlage erzeugt fast immer unnötige Nachverhandlungen.

6. Welche Fehler kosten dich beim Verkauf am meisten?

Die größten Verluste entstehen selten durch den Markt allein. Weil 89 % der Befragten laut eBay 2025 mindestens genauso viel für gebrauchte Waren ausgeben wollen wie zuvor, bleiben gute Angebote weiter gefragt (eBay). Geld verlierst du meist eher durch schlechte Vorbereitung und unklare Angebote.

Die typischen Fehler sind fast immer dieselben: zu grobe Preisansätze, unscharfe Fotos, fehlende Angaben und unpassende Bundles. Wer das vermeidet, hebt sich schon von vielen anderen Anzeigen ab. Genau dort steckt oft der einfachste Mehrerlös.

  • Gute Titel im Mischpaket verstecken: Dadurch senkst du den Wert der stärksten Spiele auf das Niveau der schwächsten.
  • Mängel verschweigen: Das erzeugt Rückfragen, Nachverhandlungen oder im schlimmsten Fall Ärger nach dem Versand.
  • Nur nach Gefühl bepreisen: Ohne Vergleich nach Plattform, Zustand und Vollständigkeit landet der Preis schnell zu hoch oder zu niedrig.

Tipp: Wenn du bei einem Titel unsicher bist, lieber kurz separat prüfen als vorschnell als Restposten abgeben. Das ist oft die bessere Entscheidung.

Häufige Fragen zum Verkauf von Videospielen

Wo verkaufe ich Videospiele am besten?

Das hängt vom Spiel ab. Für Standardtitel sind Ankaufportale bequem, weil sie schnell abwickeln. Für gefragte, seltene oder besonders vollständige Games bringt der Privatverkauf meist mehr, weil du Zustand, Vollständigkeit und Extras besser zeigen kannst.

Welche Videospiele bringen am meisten Geld?

Am stärksten sind meist seltene Titel, gefragte Nintendo-Spiele, limitierte Editionen und komplette Retro-Spiele mit Hülle und Anleitung. Gerade bei Sammlerware zählt nicht nur das Spiel selbst, sondern auch, ob alles vollständig, sauber und glaubwürdig dokumentiert ist.

Lohnt sich der Verkauf über Ankaufportale?

Ja, wenn Tempo wichtiger ist als der letzte Euro. Gerade bei vielen günstigen Standardspielen sparst du mit Ankaufportalen Zeit. Bei seltenen, neuwertigen oder besonders vollständigen Spielen lohnt sich oft der Vergleich mit dem Privatmarkt, weil dort meist mehr Spielraum im Preis steckt.

Soll ich Spiele einzeln oder als Bundle verkaufen?

Gefragte Spiele verkaufst du besser einzeln, weil Käufer dabei genauer auf Zustand und Vollständigkeit achten. Bundles funktionieren eher für viele günstige Titel, die einzeln zu viel Arbeit machen würden. Die einfache Faustregel lautet: Sammlerware einzeln, Massenware gern als Paket.

Wie wichtig sind Hülle und Anleitung?

Sehr wichtig, vor allem bei älteren Konsolenspielen. Vollständige Exemplare wirken vertrauenswürdiger und sprechen Sammler direkt an. Fehlen Hülle, Anleitung oder Beilagen, sinkt nicht nur der Preis, sondern oft auch die Zahl ernsthafter Anfragen.

Wie bereite ich meine Videospiele vor dem Verkauf vor?

Sortiere erst nach Plattform und Wert, prüfe dann Disc oder Modul, fotografiere Mängel offen und halte Hülle, Anleitung und Extras zusammen. Wenn du Spiele mit einer Konsole oder weiterem Zubehör anbietest, trenne zusätzlich gespeicherte Daten und Kontobindungen sauber vor dem Verkauf.

Fazit

Videospiele verkaufen klappt am besten mit einer klaren Reihenfolge: erst starke Titel erkennen, dann sauber vorbereiten, danach den passenden Verkaufsweg wählen und erst zum Schluss den Preis festlegen. So bleibt weniger Geld auf der Strecke.

Besonders wertvoll sind nicht automatisch die ältesten Spiele, sondern die Kombination aus Nachfrage, Vollständigkeit und Zustand. Wer genau dort sauber arbeitet, verkauft ruhiger und meist deutlich besser.

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